Neue E-Zigarettenstudie ist Fakenews

Wissenschaftler der University of Connecticut (UCONN) wollen herausgefunden haben, dass E-Zigaretten möglicherweise genau so schädlich seien wie Tabakzigaretten. Dieses Ergebnis widerspricht einer Vielzahl von jüngeren seriösen Untersuchungen, die der E-Zigarette eine deutlich geringere Schädlichkeit im Vergleich zur Tabakzigarette attestiert haben. Hier ist v.a. die Studie von Public Health England zu nennen, wonach E-Zigaretten um 95 Prozent weniger Schadenspotential besitzen als Tabak.

Wie kommen die amerikanischen Forscher also zu diesem einzigartigen Ergebnis? Bei genauerer Prüfung der Untersuchung findet man keine Information über den genauen Versuchsaufbau (Verdampfungsmethode/ Zug-Dauer und -intensität, etc.).
Es deutet alles darauf hin, dass die getesteten Verdampfer trockengedampft wurden. Damit wären die Ergebnisse ebenso wertlos wie ähnliche andere Untersuchungen vor einigen Jahren.

Der US-Journalist Bryan Clarke hat die Untersuchung analysiert:

„Ohne eine ordnungsgemäße Dokumentation der Vorgehensweise können wir nicht wissen, ob die verdampfte Flüssigkeit untersucht wurde oder ob es zum so genannten Dry-Burn (Trockene Verbrennung) gekommen ist. Dry-Burn bedeutet, dass sich kein Liquid mehr im Verdampfer befindet und beim Zug an der E-Zigarette dann Rauch und kein Dampf entsteht. 20 Züge können das Gerät leerdampfen, und UCONN erwähnt nicht, ob es nachgefüllt wurde oder ob der Rest der 20 – oder 60 – oder 100 – Züge bei leergedampftem Gerät unternommen wurde.“

„Without a proper methodology documentation, we can’t know whether these puffs were of actual liquid, or so-called dry burn. Dry burn is when the e-cig liquid is gone, and you’re instead burning the wicking device within, leading you to inhale actual smoke, not the vapor produced by the e-cig liquid. 20 puffs could easily drain a device, and UCONN makes no mention as to whether it was refilled or if the remainder of the 20 — or 60, or 100 — puffs were of the dry burn variety.“
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Dac Sprengel, Vorsitzender des VdeH:

„Eine Universität veröffentlicht eine Studie fragwürdigen Inhaltes, macht unzureichende Angaben über die Methodik und versieht diese mit einer reißerischen Schlussfolgerung, um Aufmerksamkeit zu erregen und (Bezahl-) Klicks zu generieren.
Diese Studie kann getrost in den Bereich der Fakenews verschoben werden, da die Ergebnisse zweifellos auf „Dry-Burn“, also durch Liquidmangel überhitzte Verdampfer zurückzuführen sind – was von den Studienerstellern jedoch nicht methodisch dokumentiert wurde. Genausogut könnte man Steaks auf dem Grill verbrennen lassen und dann die Bevölkerung mit der Aussage, Grillen verursache immer Krebs, verängstigen. Eine fatale Konsequenz solcher Meldungen ist, dass umstiegswillige Raucher vom Umstieg auf die lebensrettende Alternative abgehalten werden. Das ist angesichts des reißerischen Geschäftsmodells menschenverachtend.“