Handel mit nikotinhaltigen Liquids erlaubt – Österreich und Schweiz denken um

Die EU-Regulierung der eZigarette schreitet konsequent voran. Ehemals restriktive Märkte öffnen sich und der freie Handel mit der Alternative zur Tabakzigarette blüht auf. Auch EU-Mitglied Österreich verabschiedet sich von seinem harten Kurs gegen den Vertrieb von nikotinhaltigen Liquids und gibt den Handel frei. Ein gutes Beispiel für den Nachbarn: In der Schweiz sind ebenfalls deutliche Anzeichen zu vernehmen, dass die Handelsbeschränkungen bald fallen werden.

 

Nikotinhaltige Liquids dürfen gehandelt werden
In der jüngst verabschiedeten EU-Tabakrichtlinie wird der Handel mit nikotinhaltigen Liquids bis zur Grenze von 20 mg/ ml ausdrücklich erlaubt. Zwar haben die EU-Mitgliedsstaaten bis April 2016 Zeit, diese und alle weiteren Bestandteile der neuen Richtlinie umzusetzen. Viele Staaten haben jedoch schon jetzt mit der Umsetzung begonnen und geben ihre bisherige Abwehrhaltung gegenüber der elektrischen Zigarette auf.

In Österreich war der Handel mit nikotinhaltigen Liquids bis vor kurzem noch verboten. Argument: Nikotinhaltige Liquids seien wie Arzneimittel einzuordnen und dürften ausschließlich über Apotheken vertrieben werden. Zahlreiche internationale Gerichtsurteile haben dieses Argument ad absurdum geführt und die EU-Entscheider bewogen, anders zu urteilen. Eine medizinisch-pharmazeutische Klassifikation der eZigarette spielt seither keine Rolle mehr.

 

Dac Sprengel, Vorsitzender des VdeH: „Wir stellen fest, dass die Umsetzung wesentlicher Teile der EU-Regulierung in vielen Mitgliedsstaaten schon rasant voranschreitet. Österreich beweist Realitätssinn, indem es die veränderten Bedingungen akzeptiert und die Handelsbeschränkungen aufgibt. Und selbst das Nicht-EU-Land Schweiz bewegt sich in die richtige Richtung. Dies sind Beispiele, die Schule machen und auch die übrigen Staaten in Europa zur schnellen Umsetzung der Richtlinie antreiben sollten.“