Daten & Fakten zur E-Zigarette

Inhaltsverzeichnis

5. Aktueller Stand der Studien

Entgegen anderslautender Behauptungen (Kapitel „Mythen“) existieren zahlreiche Studien zur Wirkung der E-Zigarette. Die Bewertung der Schädlichkeit des Produkts sollte stets in Relation zur gesundheitlichen Belastung von Tabakzigaretten erfolgen. Denn nahezu alle E-Zigarettennutzer sind ehemalige Tabakraucher, die eine deutlich weniger schädliche Alternative zum schädlichen Zigarettenrauch suchen.

5.1 Italienische Studie: 61 Prozent ehemaliger Raucher gelingt langfristiger Rauchstopp

Eine Kohortenstudie aus Italien hat das Verhalten von Tabakrauchern und E-Zigarettennutzern über
einen Zeitraum von zwei Jahren analysiert. Die Wissenschaftler befragten 1598 Teilnehmer im Alter von
30 bis 75 Jahren und veröffentlichten die Ergebnisse der Studie Magazin „Tobacco Control“.

Ergebnisse:

  • 61,1 Prozent der ausschließlichen Nutzer von E-Zigaretten gelang ein kompletter Rauchstopp über den gesamten Zeitraum von 24 Monaten. Sie wurden nicht wieder rückfällig.
  • Nur 23,1 Prozent der Tabakraucher gelang in der beobachteten Zeit der Rauchstopp.
  • Bei den Dual-Usern (Sowohl Tabak- als auch E-Zigarette) konnte ein etwas größerer Anteil
    (26,1 Prozent) mit dem Rauchen aufhören.

Schlussfolgerung der Forscher:
Der ausschließliche Gebrauch von E-Zigaretten kann hilfreich für einen kompletten Tabak-Stopp sein. Die doppelte Anwendung (Dual Use) … könnte den Tabakkonsum zumindest reduzieren.10

5.2 Erste Langzeitstudie: E-Zigaretten weit weniger schädlich als Rauchen

Die britische Krebsforschungs-Organisation Cancer Research UK hat die erste Langzeitstudie zur E-Zigarettennutzung veröffentlicht. Untersucht wurden unter anderem E-Zigarettennutzer, die schon länger als sechs Monate komplett von Tabak auf die E-Zigarette umgestiegen sind.
Ergebnis:

  • Die Mengen an giftigen und krebserregenden Stoffen im Körper sind bei E-Zigarettennutzern deutlich geringer als bei Tabakrauchern.

Alison Cox, Direktor von Cancer Research UK, dem Äquivalent zum Deutschen Krebsforschungszentrum:

„This study adds to growing evidence that e-cigarettes are a much safer alternative to tobacco, and suggests the long term effects of these products will be minimal.“

„Diese Studie stützt die wachsende Überzeugung, dass e-Zigaretten eine viel sicherere Alternative zum Tabak sind und deutet darauf hin, dass die langfristigen Auswirkungen dieser Produkte minimal sind.“11

5.3 Studienergebnis: eZigaretten helfen 67 Prozent der Raucher

Ergebnisse einer neuen EU-Studie: 67 Prozent der Raucher haben es mithilfe der eZigarette geschafft, ihren Tabakkonsum deutlich einzuschränken oder ganz einzustellen. Die Zahl der eZigarettennutzer in der EU stieg 2016 auf insgesamt über 15 Millionen.

Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse im Fachmagazin „Addiction“.12

5.4 Royal College: E-Zigaretten können Tabakkonsum erheblich reduzieren

Wissenschaftler des Royal College of Physicians in London haben am 28. April 2016 einen 200-seitigen Bericht zur elektrischen Zigarette veröffentlicht.13 Danach ist die E-Zigarette ein sehr gutes Instrument zur Reduktion der gesundheitlichen Risiken des Rauchens für die Gesellschaft.

Die Wissenschaftler betonen die Wichtigkeit einer maßvollen Regulierung der E-Zigarette. Es müsse verhindert werden, dass ein derartig vielversprechendes Produkt durch eine Überregulierung an Bedeutung verliere.

Ergebnisse:

  • Die gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten liegen bei höchstens fünf Prozent des Schadenspotentials von Tabakzigaretten,
  • E-Zigaretten sind kein Gateway zum Tabakrauchen,
  • E-Zigaretten sind für Nichtraucher und Jugendliche nicht interessant, sondern werden
    nahezu ausschließlich von ehemaligen erwachsenen Rauchern genutzt,
  • E-Zigaretten sind geeignet, den Tabakkonsum in der Gesellschaft deutlich zu reduzieren.

5.5 US-Langzeitstudie: 96 Prozent gesundheitliche Verbesserung

Elektrische Zigaretten haben enorme positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die von der Tabakzigarette auf die elektrische Alternative umsteigen. Bei 96 Prozent der Konsumenten,
die E-Zigaretten länger als drei Jahre nutzen, verringern sich die durch ehemaligen Tabakkonsum verursachten gesundheitlichen Belastungen erheblich.

Das ist das Ergebnis einer US-Langzeit-Untersuchung, die von März bis August 2015 unter der Leitung von Dr. R. Cranfield durchgeführt wurde. Gravierende gesundheitliche Belastungen wie Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Asthma verbesserten sich bei nahezu zwei Drittel aller Untersuchten.14

5.6 Englische Studie: E-Zigaretten 95% weniger schädlich

In einer im August 2015 veröffentlichten Übersichtsarbeit der britischen Exekutivagentur Public Health England (PHE) schneidet die E-Zigarette im Vergleich zum Tabak ausgezeichnet ab.16

Ergebnisse der Studie:

  • E-Zigaretten sind etwa 95% weniger gesundheitsschädlich als Tabak.
  • Fast der Hälfte der britischen Bevölkerung ist nicht bewusst, dass E-Zigaretten viel weniger
    gesundheitsschädlich sind als das Rauchen von herkömmlichen Zigaretten.
  • Es gibt bisher keinen Beweis dafür, dass E-Zigaretten Kinder oder Nichtraucher zum Rauchen
    verleiten.
  • Der Bericht zeigt, dass es sich bei den 2,6 Millionen Erwachsenen, die E-Zigaretten in Großbritannien
    konsumieren, fast ausschließlich um aktuelle oder ehemalige Raucher handelt.
  • E-Zigaretten haben das Potential, Rauchern dabei zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.

„E-Zigaretten sind nicht völlig risikofrei, aber im Vergleich zum Tabak gibt es ausreichend Beweise, dass sie nur einen Bruchteil der Schädlichkeit besitzen. Das Problem ist, dass viele Menschen die eZigarette für mindestens so schädlich wie die Tabakzigarette halten und hierdurch von einem Wechsel abgehalten werden.“ Prof. Kevin Fenton (Direktor PHE)

5.7 Schadstoff-Untersuchungen

In zahlreichen Untersuchungen wurden die Emissionen der elektrischen Zigarette analysiert. Die Ergebnisse sind bei allen bisherigen Untersuchungen ähnlich, in denen E-Zigarettendampf mit Tabakrauch verglichen wurde. Die Schadstoffemissionen bei E-Zigaretten sind 1000fach weniger schädlich als bei Tabakzigaretten 16, die Zellsterblichkeit 70fach geringer17 und die gesundheitliche Belastung von ehemals rauchenden Asthma-Patienten verbessert sich deutlich.18

5.8 Krebsfördernde Aldehyde?

Bei einigen Analysen wurden erhöhte Konzentrationen von karzinogenen Stoffen in der Dampfphase nachgewiesen. Ein Blick auf den Versuchsaufbau genügt, um die Nutzer zu beruhigen. Denn bei diesen Untersuchungen wurde die Nutzungsrealität ignoriert.

„Es gibt Hinweise aus der Fachliteratur, dass einige Fabrikate von E-Zigaretten auch krebserzeugende Aldehyde freisetzen.“ (Pressemeldung des Bundesinstituts für Risikoforschung am 07.05.2012)19

Diese Einschätzung des BfR wurde von diversen öffentlichen Stellen häufig als Tatsachenbehauptung zitiert, teilweise sogar mit dem Zusatz „E-Zigaretten sind krebserregend“.

5.8.1 Quelle der Behauptung

Das BfR bezieht sich mit dieser Feststellung auf eine 2010 veröffentlichte Untersuchung des National Institute of Public Health in Japan.20

Bei dieser Studie wurde durch eine Rauchmaschine Luft mit einer Flussrate von 500 ml/min inhaliert. Dies entspricht 14 pausenlosen Zügen in einer Minute (4 Sekunden für Zug, Inhalation und Exhalation). Eine unmögliche Leistung für einen menschlichen Anwender.

Bei dieser Studie wurde durch eine Rauchmaschine Luft mit einer Flussrate von 500 ml/min inhaliert. Dies entspricht 14 pausenlosen Zügen in einer Minute (4 Sekunden für Zug, Inhalation und Exhalation). Eine unmögliche Leistung für einen menschlichen Anwender.

Damit wurde das Gerät komplett außerhalb der technischen Spezifikation betrieben. Zwangsläufig erhitzte sich dadurch der Verdampfer viel stärker als bei einer normalen Nutzung. Eine so intensive Nutzung ist nicht vorgesehen – und wird auch von Nutzern nicht praktiziert. In den Bedienungsanleitungen wird deutlich davor gewarnt, die E-Zigarette auf ähnliche Art zu nutzen, da ansonsten der Verdampfer überhitzen könnte.

Fazit:

  • Die nachgewiesenen krebserregenden Stoffe (Formaldehyd, Acrolein) entstehen unter realistischen Nutzungsbedingungen nicht. Sie sind das Ergebnis von Überhitzung des Verdampfers (Trockendampfen, Dry Puff), die im üblichen Gebrauch so nicht stattfindet.

Gestützt wird dieses Ergebnis durch zahlreiche Studien, bei denen keine nennenswerten Konzentrationen von Aldehyden nachgewiesen werden konnten (siehe z.B. Untersuchung des FraunhoferInstituts
im Abschnitt 5.9 „Passivdampf“).

5.8.2 Gegenüberstellung: Onassis-Zentrum für Herzchirurgie (2015)

Die griechischen Kardiologen Farsalinos, Voudris und Poulas haben den Dampf von E-Zigaretten untersucht und die Ergebnisse am 20. Mai 2015 im Magazin „Addiction“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler reagierten damit auf die Ergebnisse der japanischen Untersuchung (siehe oben).

Ihre Folgerung liest sich wie folgt: „Elektrische Zigaretten setzen nur dann hohe Mengen an Aldehyden frei, wenn sie trocken gedampft werden. Das Liquid überhitzt und die Folge ist ein sehr unangenehmer Geschmack, den jeder E-Zigarettennutzer zu vermeiden versucht. Unter normalen Nutzungsbedingungen sind Aldehyd-Emissionen minimal, sogar bei sehr leistungsstarken Geräten der neueren Generation.“ (Originalzitat: „Electronic cigarettes produce high levels of aldehyde only in dry puff conditions, in which the liquid overheats, causing a strong unpleasant taste that e-cigarette users detect and avoid. Under normal vaping conditions aldehyde emissions are minimal, even in new-generation high-power e-cigarettes.“21)

5.9 „Passivdampf“

Welche Gefahr geht von der E-Zigarette für Personen aus, die sich unmittelbar in der Nähe eines E-Zigarettennutzers oder im gleichen Raum befinden? Bei genauerer Betrachtung der bisherigen
Forschung kann eine Gefährdung durch „Passivdampf“ nahezu ausgeschlossen werden.

5.9.1 Fraunhofer-Institut, Deutschland (2012)

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts in Braunschweig haben die Schadstoffemissionen von E-Zigaretten in der Raumluft gemessen.

Ergebnis:

  • Krebsförderndes Formaldehyd wird nicht freigesetzt. Die Konzentrationen von 0.016 mg/m3
    Formaldehyd entspricht genau der Menge, die vom Menschen ausgeatmet wird.22
  • Eine weitere Untersuchung des Fraunhofer-Instituts zu Formaldehyd in der Atemluft bestätigt
    dieses Ergebnis.23

5.9.2 Roswell Park Center Institute, USA (2013)

Diese vielzitierte und intensiv diskutierte Untersuchung24 kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Nutzung von elektrischen Zigaretten keine tabakspezifischen Verbrennungsprodukte freigesetzt werden:

  • „Using an e-cigarette in indoor environments may involuntarily expose nonusers to nicotine but
    not to toxic tobacco-specific combustion products.“

Die Nikotinmenge, die durch E-Zigaretten an die Raumluft abgegeben wird, ist zehnmal geringer als bei einer durchschnittlichen Tabakzigarette:

  • „The average concentration of nicotine resulting from smoking tobacco cigarettes was 10 times
    higher than from e-cigarettes.“

Trotzdem wurde auch durch E-Zigarettendampf eine signifikante Nikotin-Emission in der Raumluft festgestellt. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse wurde der Versuchsaufbau in Frage gestellt.

Problematischer Versuchsaufbau
Zur Untersuchung der Schadstoff-Emissionen verwendeten die Forscher des Roswell Park Center Institutes einen Rauchroboter, der die Nutzung einer E-Zigarette simulieren sollte. Problem: Der größte Teil des Nikotins im eingeatmeten Dampf einer E-Zigarette verbleibt in der menschlichen Lunge und wird nicht ausgeatmet. Dieser wichtige Fakt wurde durch den maschinellen Versuchsaufbau außer Acht gelassen, der Rauchroboter verfügt nicht über eine Lunge, über die das Nikotin resorbiert werden könnte.

Hierzu Prof. Michael Siegel von der Boston University School of Public Health:

  • „Because nicotine is highly absorbed in the upper respiratory tract, it is as yet unclear whether
    vaping in public places produces significant exposure to nicotine among nonsmokers.“25

5.9.3 Clarkson University, USA (2012)

Am 4. Oktober 2012 haben Wissenschaftler der Clarkson University (Potsdam, NY) in dem Wissenschaftsmagazin „Inhalation Toxicology“ Ergebnisse einer Raumluftstudie veröffentlicht. Titel: „Comparison of the effects of e-cigarette vapor and cigarette smoke on indoor air quality“26

Ergebnis:

  • „For all byproducts measured, electronic cigarettes produce very small exposures relative to
    tobacco cigarettes. The study indicates no apparent risk to human health from e-cigarette emissions
    based on the compounds analyzed.“

5.10 Propylenglykol-Studien

In drei mittel- bis langfristigen Untersuchungen wurde die Auswirkung von Propylenglykol-Dampf auf tierische Organismen getestet. Ergebnis: In keinem Versuch konnte eine signifikante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Tiere festgestellt werden.

5.10.1 University of Chicago 194727

Über einen Zeitraum von 12-18 Monaten wurden Versuchstiere (Affen und Ratten) konstant mit hohen Dosen von Propylenglykol bedampft. Resultat: Propylenglykol-Dampf hatte selbst in hoher Konzentration keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf die Tiere.

5.10.2 Journal of Aerosol Medicine 200728

Über 28 Tage wurden Ratten und Hunde bedampft. Resultat: Keine signifikanten Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere.

5.10.3 Toxicology-Magazin 201129

Über neun Monate wurden Hunde mit Propylenglykol bedampft. Resultat: Keine signifikanten Auswirkungen auf die Atemwege oder sonstige Schädigungen.

5.11.1 Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen

Eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat den Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas getrennt voneinander untersucht.30 Die Ergebnisse zeigen eine sehr geringe Verwendung von E-Zigaretten bei Jugendlichen. Die Zahl der 12- bis 17-Jährigen, die schon einmal eine E-Shisha ausprobiert haben, liegt deutlich höher. E-Shishas sind funktional mit E-Zigaretten vergleichbar. Die Aufmachung von E-Shishas, der Preis und die Aromen haben auch jüngere Zielgruppen erreicht. Im Zuge eines ernstzunehmenden Jugendschutzes seitens des E-Zigarettenhandels sollten alle Produkte so
vermarktet werden, dass sie für Kinder und Jugendliche uninteressant sind.

5.11.2 Englische Nichtraucherschutzorganisation ASH 2015

Die englische Nichtraucherschutzorganisation ASH präsentiert Zahlen von YouGov über die Nutzung von E-Zigaretten bei Jugendlichen.31
Ergebnis:

  • Lediglich 2,4 Prozent der Jugendlichen haben bereits eine E-Zigarette getestet, nur
    0,5 Prozent nutzen die E-Zigarette wöchentlich.

Kommentar:

  • Der Verband des eZigarettenhandels hat sich schon frühzeitig (2011) für eine Ausweitung des Jugendschutzes ausgesprochen. Nach der Verabschiedung des neuen Jugendschutzgesetzes sind die Möglichkeiten der Nutzung von E-Zigaretten durch Jugendliche sehr stark eingeschränkt. Auch E-Shishas dürfen nun nicht mehr an Jugendliche abgegeben werden. Diese Entwicklung wird vom Verband sehr begrüßt. Denn die E-Zigarette ist ein sehr gutes Produkt für erwachsene Nutzer und hat in den Händen von Jugendlichen nichts zu suchen (siehe hierzu auch Kapitel Jugendschutz 6.2).

5.11.3 Mannheimer Institut für Public Health

Anlässlich der 13. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle in Heidelberg am 2. und 3. Dezember 2015 präsentierte Prof. Dr. Sven Schneider vom Mannheimer Institut für Public Health eine gemeinschaftliche Forschung unter dem Titel „E-Zigaretten: Konsumenten-Motive und Risikowahrnehmung bei Jugendlichen“. In einer Befragung von über 800 Schülerinnen und Schülern gelangten die Forscher zu dem Ergebnis, dass „täglicher Konsum [von E-Zigaretten] die absolute Seltenheit“ sei.32

5.11.4 Studie zum E-Zigarettenkonsum unter Jugendlichen: Starke Zweifel an
Gateway-Hypothese

Die Studie unterscheidet sich von vorhergegangenen Forschungen, in dem sie nicht nur die Prävalenz der letzten 30 Tage analysiert (Die Frage nach der Nutzung einer E-Zigarette in den letzten 30 Tagen), sondern ebenfalls die Häufigkeit des E-Zigarettenkonsums untersucht (Die Frage nach der Anzahl der Tage in den letzten 30 Tagen, an denen eine E-Zigarette genutzt wurde). Anhand dieser Unterscheidung wurde festgestellt, dass nur 0,1% aller nicht-rauchenden Sekundarstufenschüler die E-Zigarette regelmäßig, das heißt an mindestens 10 von 30 Tagen im Monat, nutzen. Die Forscher schließen aus ihrer Studie, dass die extrem geringe Anzahl von nicht-rauchenden, jedoch „dampfenden“ Jugendlichen auf soziale Einflüsse, und nicht auf eine potenzielle Abhängigkeit zurückzuführen ist. Die meisten Jugendlichen würden die E-Zigarette nur einmalig probieren. Zurzeit gibt es daher keinen Anlass, von einer Gateway-Hypothese auszugehen. Die Studie wurde in den USA durchgeführt.33

5.12 Europäische Chemikalienagentur: Propylenglykol reizt nicht die Atemwege

Propylenglykol, einer der wesentlichen Bestandteile der E-Liquids, hat keine schädigende Wirkung auf die Atemwege. Diese geltende Einstufung wurde in einer aktuellen Veröffentlichung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) bestätigt. Einem Antrag des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) aus 2016, Propylenglykol als atemwegsreizend und damit gesundheitsgefährdend einzustufen, wurde damit widersprochen.34

 

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