Britischer Ärzteverband sieht große Chancen durch E-Zigaretten

Die British Medical Association (BMA) hat ein Positionspapier zur E-Zigarette veröffentlicht. Ärzte in Großbritannien sollen mit diesem Papier über die Chancen und Risiken der E-Zigarette aufgeklärt werden. Die BMA ist die wichtigste britische Ärzteorganisation und -gewerkschaft mit 145.000 Mitgliedern sowie Herausgeber des British Medical Journals.

Wesentliche Aussagen des Positionspapiers:

1. „Significant numbers of smokers are using e-cigarettes (electronic cigarettes), with many
reporting that they are helpful in quitting or cutting down cigarette use.“

Übersetzung: Eine große Zahl von Rauchern nutzt E-Zigaretten. Viele Raucher bewerten E-Zigaretten als hilfreich beim Ausstieg oder der Reduktion des Tabakkonsums.

2. „There are clear potential benefits to their use in reducing the substantial harms associated with smoking, and a growing consensus that they are significantly less harmful than tobacco use.“

Übersetzung: Es gibt eindeutige Vorteile für ihre Verwendung bei der Verringerung der erheblichen Risiken, die mit dem Rauchen verbunden sind und einen wachsenden Konsens, dass sie wesentlich weniger schädlich sind als Tabakkonsum.

3. „With appropriate regulation, e-cigarettes have the potential to make an important contribution towards the BMA’s ambition to achieve a tobacco-free society, leading to substantially reduced mortality from tobacco-related disease.“

Übersetzung: E-Zigaretten haben bei entsprechender Regulierung das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zu den Bestrebungen der BMA zu leisten, eine tabakfreie Gesellschaft zu realisieren. Dies führt zu einer substanziell reduzierten Sterblichkeit durch tabakbedingte Krankheiten.

Link zum BMA-Positionspapier: https://www.bma.org.uk/collective-voice/policy-and-research/public-and-population-health/tobacco/e-cigarettes

Position des Verbands des eZigarettenhandels

Philip Drögemüller, Pressesprecher des VdeH: „Die British Medical Association hat mit ihrem Positionspapier ein sehr ausgewogenes und vernünftiges Statement zur E-Zigarette abgegeben. Die Chancen der E-Zigarette für die öffentliche Gesundheit überwiegen die Risiken bei weitem. Wir fordern auch in der deutschen Gesundheitspolitik ein Umdenken hin zu den Möglichkeiten, die das Produkt E-Zigarette für 17 Millionen Tabakraucher haben kann. Harm Reduction sollte wie in Großbritannien auch ein wesentlicher Leitfaden der deutschen Politik sein.“